Seemandelbaum

Ein Erfahrungsbericht über Seemandelbaumblätter

Von Günter Wagenbrenner freundlicherweise für Diskus4ever zur Verfügung gestellt.

An einem dünnen kleinen Ast, von einer schönen Moorkinwurzel habe ich einen Sauger mit einer V2a Schraube befestigt 5 Blätter daran gebunden und an der Seitenscheibe befestigt. Meine Fische haben den ,,Fremdkörper,, sofort akzeptiert. Einige Zeit später konnte ich eine gewisse Rangelei beobachten, wer nun den Besten Platz unter der Dekorierten Wurzel beanspruchen darf. Das Aquarium hat die Maße von 1 Meter L X 0,60H X 0,75 T mit einem unter dem Aquarium befindlichen 140 L. Mehrkammer Filter. Der Besatz 3 Antennenwelse für die Scheiben, sowie 5 White Swan und 1 Red Leopard Snakes Skin alle um die 14 cm. Das Becken habe ich nur mit einer dünnen 1-2 cm Schicht feinem hellen Sand und einer Großen Amazonas Schwertpflanze die in einer Dekorierten Pflanzenschale ist, bestückt.

Im August 2003 besuchte mich wieder meine Tochter aus Hamburg. Sie brachte mir Unterschiedliche Flächentürkise, Leopard Red und Blue Diamond für mich mit. (Frisches Blut für meine Zuchttiere) ca.6-8 cm. Groß. Wie kann es anders sein sie ist genau so ein Diskusverrückter wie ihr Vater. Nur muss da beim verpacken oder dem Transport was schief gelaufen sein. Möglich wäre auch das die Fische noch Restnahrung im Darm hatten und sie so das Wasser zu stark belastet hatten. Eine Bakterien Explosion oder die Transportbeutel waren nicht sauber, ich weiß es nicht.
Die Fische waren in einem Erbärmlichen Zustand. Ich habe sie sofort nach dem ich die Temperatur kontrolliert hatte, ohne Wasserangleichung in das vorbereitete Quarantäne Becken gesetzt. Sie schwammen zum Teil mit dem Kopf nach oben und lagen auch flach am Boden, hatten Schleimhautablösungen, (ähnlich der Diskusseuche) die Flossenränder hatten einen leicht Weißlichen Rand. Schlimm kann man nur sagen.
Sofort vielen mir die Seemandelbaum Blätter ein und ich habe für das 160 L = 15 Blatt unter warmen Wasser etwas eingeweicht und in das Aquarium eingebracht. Die Beleuchtung hatte ich ausgeschaltet. Sie hatten nur etwas Tageslicht. Ich schaute von Zeit zu Zeit immer durch einen Spalt von der Türe aus was Sache ist. Nach ein bis zwei Stunden schwammen sie alle, standen zwar noch etwas verängstigt in der Ecke aber es lag keiner mehr am Boden.
Am anderen Morgen bin ich als erstes zu den Neuankömmlingen und habe nachgeschaut. Gott sei dank sie schwammen alle ruhig im Becken. Gegen Mittag bin ich wieder vor das Becken und sie kamen schon an die Scheiben. Ich fütterte etwas Enchyträen.
Am zweiten Tag sah es schon besser aus. Sie standen alle an der Scheibe als ich vor das Becken trat, und Bettelnden nach Futter. Von der Schleimhaut Ablösungen hat man auch nicht mehr viel gesehen. Auch die Flossenränder sind nicht mehr so verpilzt, nur etwas eingeschmolzen.
Am vierten Tag sah man schon nichts mehr bei den Tieren sehen, abgesehen von den Kleinen Einschmelzungen an den Flossenränder die ja wieder Nachwachsen.
So konnte ich meine Diskusfische Alternativ und ohne Chemie behandeln.
Obwohl meine Tochter auch seid 2 Jahren Kiemenwurm/-Flagellaten freie Diskusfische hat, kommen meine Neuen Fische immer eine Längere Zeit in ein Quarantänebecken und erst durch einen Test Fisch (deformierter) aus meiner Anlage, den ich nach ca. 6 Wochen von Gerhard Rahn, oder vom Ved. Med. Institut hier in Nürnberg auf Kiemenwürmer und Flagellaten Untersuchen lasse und ,,Sauber,, sind, in meine Anlage die in einem anderen Zimmer steht zurückgesetzt.

G. Wagenbrenner Im August 2003

 

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